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Tag 29 – 33 // Agua Dulce nach Tehachapi

Tag 29 - 33 // Agua Dulce nach Tehachapi

Pacific Crest Trail 2019

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Trailmile

27.05., Agua Dulce - Green Valley

Nach einer regnerischen Nacht im Gemeinschaftszelt ging es gegen 7:00 los in Richtung Casa de Luna. Die 3x24 Challenge werden wir dabei aber ausfallen lassen. 24 Meilen in 24 Stunden mit 24 Bier. Es gibt allerdings Leute, die das tatsächlich probieren. Da der Weg aber nicht unendlich breit ist, halte ich das persönlich für äußerst lebensgefährlich. Wie dem auch sei. Aus der Stadt ging es entlang der Hauptverkehrsstraße zurück in die Wüste. Der Anstieg nach oben war lang, aber am Ende gab es eine schöne Aussicht über die umliegenden Hügel. So zog sich der Tag hin. Am Abend erreichten wir den Highway und zum Glück dauerte es nur 5 Min, bis wir eine Mitfahrgelegenheit ins Green Valley ergattern konnten. Die Andersons betreiben hier als Trailangel das Casa de Luna. Im Wald hinter dem Haus finden bis zu 70 Zelte Platz. Am Abend gibt es dann Taco Salat und nach einer kleinen Tanzeinlage erhält jeder Wander ein Bandana für das Jahr 2019. Am Abend zeigte uns ein älteres Ehepaar, wie man nach der 3x24 Challenge aussieht. Die beiden haben einen Wanderer bewusstlos am Wegesrand gefunden, der diese Herausforderung versucht hat.

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Trailmile

28.05., Green Valley - Campsite Tm 503.0

Zum Frühstück gab es Pancakes, so viele man essen konnte. Um 7:30 brachte uns das Shuttle zurück auf den Trail und der Tag konnte starten. Schon nach 8 Mi gab es die erste Überraschung, eine Trailmagic mit Hamburgern wartete auf uns. Nach ebenjenem, einer Cola, Müsliriegel und einem Apfel ging es in die pralle Sonne. Um 13:00 stiegen wir 300 ft und 0.6 Mi vom Trail ab, um nach Wasser zu suchen. Das fanden wir dann auch geschätzt noch mal 0.2 Mi 100 ft tiefer. Mit dem Wasser konnte ich dann erstmal Mittagessen kochen und ausruhen. Als ich auf dem gleichen Weg zurück auf den Trail wollte, musste ich ganz schön mit den 3 zusätzlichen Litern kämpfen. Allerdings gab es 0.4 Mi nach unserem Abzweig eine nicht markierte Wasserquelle, die fröhlich über den Weg floß. Da war ich ein bisschen bedient. Die 500 Mi Marke konnte mich dann aber wieder aufheitern.

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Trailmile

29.05., Campsite Tm 503.0 - Tm 529.0

Nach dieser kurzen Nacht ging es an diesem Morgen in Richtung Hikertown. Diese kleine Siedlung ist den Goldgräberstädten des wilden Westens nachempfunden. Zum Glück gib es dort auch Burger mit denen wir uns die Zeit bis zum Abend verschönern konnten. Denn es ging hinaus auf das Los Angeles Wasser Aqueduct, dass das Schmelzwasser der Sierra als Trinkwasser in Richtung Los Angeles bringt (https://en.m.wikipedia.org/wiki/Los_Angeles_Aqueduct). 17:00 ging es los und wir liefen bis 22:00 einfach immer weiter. Am Anfang war es ein Rohr und wurde später zu einem Kanal. In der Dunkelheit brauchte man zum Wandern nicht mal eine Taschenlampe. Hell genug war der Schotter allemal. Da es keine richtigen Campsites am Aqueduct gibt, haben wir unsere Zelte einfach auf dem Aqueduct selbst aufgeschlagen, allerdings in einer geschützten Bucht, denn theoretisch kann hier immer auch ein Auto kommen.

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Trailmile

30.05., Trailmeile 529.0 - Trailmeile 558.5

Da in der Wüste bekanntermaßen nur der frühe Vogel den Wurm fängt, ging es um 5:15 los. Die letzten 5 Mi verliefen wie im Flug. Am Ende des Aqueduct gibt es einen Wasserhahn für Hiker, aber das war uninterressant, denn eine weitere Trailmagic wartete auf uns. Da ich weiter wollte, verzichtete ich auf Pancakes und gab mich mit O-Saft und Cola zufrieden. Die nächste Wasserquelle war wieder ein längerer Stop, denn es hieß mind. 5 l Wasser filtern und das dauert ein bisschen. Auf dem Weg zum höchsten Punkt des heutigen Tages traf ich zwei ältere Damen, die auf dem Weg in Richtung Süden waren und die ich bereits vor ein paar Tagen getroffen habe. Sie bestätigen mir, dass auf dem Gipfel eine wunderschöne Campsite mit Sonnenschirmen und Stühlen auf mich wartete, also flinke Beine. Der "Starbucks of the PCT" war tatsächlich echt gut. Nach ein paar Stunden Pause machten wir weiter und es ging nach unten. In der Ferne tauchte dann der größte Windpark auf, den ich je gesehen habe - Windräder überall.

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Trailmile

31.05., Trailmeile 558.5 - Tehachapi

Die ganze Nacht schwirrten die Windräder um uns herum, aber da die Geräuschkulisse einigermaßen konstant war, konnten wir einigermaßen gut schlafen. Mit unserem kurzen Tag kam jeder gut zurecht und als wir am Highway ankamen, konnten wir quasi direkt in das Auto eines Trailangels einsteigen, absolut großartig. Zum zweiten Frühstück ging es dann in eine deutsche Bäckerei. Diese hat dem Aussehen und dem Namen nach wirklich deutsches Brot. Ich habe es allerdings dann unterlassen zu kosten, denn schließlich bin ich ja in den USA. Danach ging der übliche Stress in der Stadt weiter, sprich einkaufen und Sachen waschen. Am Abend trafen wir (insgesamt 8 Leute) uns dann alle in einer kleinen Brauerei bzw. zogen später weiter in Richtung Pizzalokal um den Tag vernünftig ausklingen zu lassen.

Published by

Dominique

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